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Samstag, 3. Mai 2008
Still-Stand
kontrastmittel, 17:38h
Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg 0:0
0:0 - ein leistungsgerechtes Ergebnis, das den Spielverlauf präzise abbildet, da sich keine der beiden Mannschaften den Sieg verdiente und unter dem Strich ein erschreckend schwaches Bundesligaspiel zu Buche steht. Eigentlich könnte man den Spielbericht zu dieser Partie per Copy & Paste Verfahren zusammenstellen, denn dem Beobachter werden mit jedem weiteren Spieltag aufs Neue die seit der Hinrunde sichtbaren Mängel qualvoll vor Augen geführt. Genauso qualvoll ist der Umstand, dass es Trainer Thomas Doll offensichtlich nicht gelungen ist, diese seit Anbeginn der Hinrunde derartig virulenten Schwächen im Verlaufe unzähliger Trainingseinheiten zu verringern. Niemand erwartet von dem Dortmunder Kader die in Vollendung zelebrierte Raumdeckung von Manchester United oder deren technisch perfektionierten One-Touch-Football. Doch wenn die beiden jeweils aufgestellten Dortmunder Innenverteidiger hilflos versuchen, den Spielaufbau zu eröffnen, münden diese Bemühungen seit Spieltag 1 in verschwendete Quer- oder Rückpässe. Wenn der jeweilige Gegner auswärts auf Sicherheit bedacht ist, finden die Dortmunder Spieler seit jeher kein Mittel, zu hause gegen eine gut organisierte Mannschaft das Spiel selbst zu gestalten. Einzig die Reduktion der eklatanten Abwehrschwäche in den vergangenen Spielen ist den BVB-Verantwortlichen zugute zuhalten, wobei auch diese These nur unter Vorbehalt aufzustellen ist, da nicht zuletzt das biedere Offensivspiel der letzten beiden Gegner Frankfurt und Nürnberg die Defensivarbeit erheblich erleichterte. Dafür wurde allerdings der hohe Preis bezahlt, dass die Offensive sich noch schwerer tut und noch weniger spritzig zu Werke geht - selbst ein Mladen Petric wirkt in den letzten Spielen zunehmend wie ein transplantiertes Organ, das von seinem neuen Körper abgestoßen wird.
Die eigenen Fans, die das DFB-Pokalfinale noch zu einem unvergleichlichen Erlebnis werden ließen, werden durch das Heimspiel-Doppelpack mit den Spielen gegen Nürnberg und Stuttgart wohl endgültig vergrault. Denn wie auch in den vorigen Spielen kann sich Dortmund nicht entscheiden, ob es wirklich auf Sieg oder nicht doch lieber nur auf Unentschieden spielen soll - und das gegen schlagbare Gegner, unterstützt von einem zahlreichen Heimpublikum. Gegen Mannschaften wie Nürnberg oder Hannover, gegen die zuhause bei gehobenen Ansprüchen jeweils drei Punkte eingeplant sein müssten, zeigt sich die Borussia unentschlossen und statt dem Willen zum Sieg höchstens das Ziel, eine Niederlage zu vermeiden. Das ist zum Leben zu viel und zum Sterben zu wenig. Und vor allem zu wenig, um aus dem tristen Mittelmaß der zweistelligen Tabellenplätze herauszufinden. Dies ist nun gegen Ende einer verkorksten Saison ohnehin nicht mehr möglich, aber selbst zur Schadensbegrenzung und damit einer leichten Verbesserung des Tabellenplatzen auf Platz 11 scheint die Mannschaft nicht willens.
Ohne die Vergangenheit nostalgisch verklären zu wollen, fehlen dem BVB Spieler wie Jan Koller, der mit Nürnberg an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte und sich zum Unmut des Nürnberger Anhangs minutenlang von den Dortmunder Fans feiern ließ. Potenzial zum Führungsspieler haben allenfalls der dauerverletzte Sebastian Kehl oder der bissige, aber glücklose Alex Frei. Immerhin stimmt Blaszczykowskis zweiter überzeugender Auftritt in Folge positiv; der Pole, der in der Hinrunde den gehobenen Erwartungen in keiner Weiser entsprechen konnte, profitierte mental von dem Schub seines ersten Bundesliga-Tores letzte Woche und war auffälligster, wenn auch wegen zahlreicher egoistischer Einzelaktionen nicht effizientester Akteur mit schwarz-gelbem Dress auf dem Platz. Er deutete erstmalig seine Funktion als temporeicher und dribbelstarker "Aufreißer" auf der rechten Seite an.
0:0 - ein leistungsgerechtes Ergebnis, das den Spielverlauf präzise abbildet, da sich keine der beiden Mannschaften den Sieg verdiente und unter dem Strich ein erschreckend schwaches Bundesligaspiel zu Buche steht. Eigentlich könnte man den Spielbericht zu dieser Partie per Copy & Paste Verfahren zusammenstellen, denn dem Beobachter werden mit jedem weiteren Spieltag aufs Neue die seit der Hinrunde sichtbaren Mängel qualvoll vor Augen geführt. Genauso qualvoll ist der Umstand, dass es Trainer Thomas Doll offensichtlich nicht gelungen ist, diese seit Anbeginn der Hinrunde derartig virulenten Schwächen im Verlaufe unzähliger Trainingseinheiten zu verringern. Niemand erwartet von dem Dortmunder Kader die in Vollendung zelebrierte Raumdeckung von Manchester United oder deren technisch perfektionierten One-Touch-Football. Doch wenn die beiden jeweils aufgestellten Dortmunder Innenverteidiger hilflos versuchen, den Spielaufbau zu eröffnen, münden diese Bemühungen seit Spieltag 1 in verschwendete Quer- oder Rückpässe. Wenn der jeweilige Gegner auswärts auf Sicherheit bedacht ist, finden die Dortmunder Spieler seit jeher kein Mittel, zu hause gegen eine gut organisierte Mannschaft das Spiel selbst zu gestalten. Einzig die Reduktion der eklatanten Abwehrschwäche in den vergangenen Spielen ist den BVB-Verantwortlichen zugute zuhalten, wobei auch diese These nur unter Vorbehalt aufzustellen ist, da nicht zuletzt das biedere Offensivspiel der letzten beiden Gegner Frankfurt und Nürnberg die Defensivarbeit erheblich erleichterte. Dafür wurde allerdings der hohe Preis bezahlt, dass die Offensive sich noch schwerer tut und noch weniger spritzig zu Werke geht - selbst ein Mladen Petric wirkt in den letzten Spielen zunehmend wie ein transplantiertes Organ, das von seinem neuen Körper abgestoßen wird.
Die eigenen Fans, die das DFB-Pokalfinale noch zu einem unvergleichlichen Erlebnis werden ließen, werden durch das Heimspiel-Doppelpack mit den Spielen gegen Nürnberg und Stuttgart wohl endgültig vergrault. Denn wie auch in den vorigen Spielen kann sich Dortmund nicht entscheiden, ob es wirklich auf Sieg oder nicht doch lieber nur auf Unentschieden spielen soll - und das gegen schlagbare Gegner, unterstützt von einem zahlreichen Heimpublikum. Gegen Mannschaften wie Nürnberg oder Hannover, gegen die zuhause bei gehobenen Ansprüchen jeweils drei Punkte eingeplant sein müssten, zeigt sich die Borussia unentschlossen und statt dem Willen zum Sieg höchstens das Ziel, eine Niederlage zu vermeiden. Das ist zum Leben zu viel und zum Sterben zu wenig. Und vor allem zu wenig, um aus dem tristen Mittelmaß der zweistelligen Tabellenplätze herauszufinden. Dies ist nun gegen Ende einer verkorksten Saison ohnehin nicht mehr möglich, aber selbst zur Schadensbegrenzung und damit einer leichten Verbesserung des Tabellenplatzen auf Platz 11 scheint die Mannschaft nicht willens.
Ohne die Vergangenheit nostalgisch verklären zu wollen, fehlen dem BVB Spieler wie Jan Koller, der mit Nürnberg an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte und sich zum Unmut des Nürnberger Anhangs minutenlang von den Dortmunder Fans feiern ließ. Potenzial zum Führungsspieler haben allenfalls der dauerverletzte Sebastian Kehl oder der bissige, aber glücklose Alex Frei. Immerhin stimmt Blaszczykowskis zweiter überzeugender Auftritt in Folge positiv; der Pole, der in der Hinrunde den gehobenen Erwartungen in keiner Weiser entsprechen konnte, profitierte mental von dem Schub seines ersten Bundesliga-Tores letzte Woche und war auffälligster, wenn auch wegen zahlreicher egoistischer Einzelaktionen nicht effizientester Akteur mit schwarz-gelbem Dress auf dem Platz. Er deutete erstmalig seine Funktion als temporeicher und dribbelstarker "Aufreißer" auf der rechten Seite an.
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